Haus Kurfürst in Fulda

ATON und EDAG Gästehaus

 
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Haus Kurfürst - Historie



























Der zur seiner Zeit maßgebliche Baumeister der Fürstabtei Fulda, Andreas Gallasini, der Erbauer der Sommerresidenz Schloss
Fasanerie, der Propstei Johannesberg, der beiden Seitenflügel des Schlosses, des Universitätsbaus und vieler formschöner Kirchen
des Fuldaer Landes, ist auch der Schöpfer des Barockpalais, das seit 150 Jahren als Hotel „Zum Kurfürsten“ bekannt ist.
Unter den kunstsinnigen Fürstäbten Adolph von Dalberg (1726-1737) und Adam von Buseck (1737-1756)
entstand 1736/37 das repräsentative Gebäude als Wohnung für die Beamten der weltlichen Regierung.
Im östlichen Pavillon und einem Teil des Mittelbaus wurde die Fürstliche Leinen- und Damastfabrik untergebracht. Dieser Teil
ging 1784 in den Besitz des Wirklichen Geheimen Hofrats Schlereth und des Obereinnahmedirektors Carl Benedikt Welle über,
während der westliche Pavillon und Südflügel Besitz des Reichsfreiherrn Friedrich von und zu der Tann wurden.
1802 wurde das Fürstbistum Fulda säkularisiert. Fulda wurde nassau-oranisch, kam unter französische Militärverwaltung,
dann zum Großherzogtum Frankfurt, unter österreichische, dann kurz auch unter preußische Verwaltung,
um schließlich 1816 kurhessisch zu werden.
Anfang 1814 kam der Von der Tannsche Teil des Hauses in den Besitz
des Fuldaer Bürgers Lazarus Lion und der Witwe Löb Hirsch.
Von diesen erwarb es schon am 29. Dezember des gleichen Jahres Michael Müller.
Gebürtig aus Thüngersheim in Unterfranken war er unter dem letzten Fuldaer Fürstbischof Adalbert von Harstall
zunächst „Böttnergeselle“ in der Schlosskellerei Saaled bei Hammelburg.
1802-1806 war er Hofkellereibüttner beim Prinzen Wilhelm Friedrich von Nassau-Oranien
mit der Dienstwohnung im Orangerie-Bau.
Nach Aufhören der oranischen Herrschaft betrieb Michael Müller einen ausgedehnten Weinhandel,
den er am 01. April 1815 in das neu erworbene Haus verlegte. Dort eröffnete er zugleich einen Gasthof.
Er erwarb auch den Mittelbau dazu und erhielt 1824 vom Kurfürsten von Hessen-Kassel die Erlaubnis,
den Gasthof „Zum Kurfürsten“ zu nennen.
In einem Teil des Mittelbaues war über 50 Jahre die Thurn-und-Taxische Post untergebracht.
Die Hotelier-Tradition der Familie Müller dauerte 156 Jahre:
Fünf Generationen Müller hatten den „Kurfürst“ geführt.
1971 verkauften die Geschwister Else und Marianne Müller das Haus an den Hotelier Richard Schimetschka.
Er baute in den 70er Jahren das Hotel an und um.
Am 01.05.1997 verkaufte auch Richard Schimetschka das Hotel Kurfürst an die Helios GmbH.
Zum 01.03.1998 wurde das Hotel geschlossen, für umfangreiche Umbau- und Renovierungsarbeiten.
Am 15.04.1999 wurde das Hotel Kurfürst im neuen Ambiente eröffnet.
Nach der Neueröffnung diente das Haus der Helios-GmbH als Konzernzentrale. Nach dem Umzug der Helios Konzernzentrale
Ende 2006 nach Berlin wurde das Gebäude vom früheren Besitzer des Klinikkonzerns Herrn Dr. Lutz Helmig erworben.
Seit Anfang 2007 dient das Gebäude als Hauptsitz
der im Besitz der Familie Helmig befindlichen Beteiligungsgesellschaft ATON GmbH.
Gleichzeitig wurde ein Großteil der Räumlichkeiten von der Geschäftsleitung und Verwaltung
des Fuldaer Engineeringdienstleisters EDAG bezogen.
Der Hotel- und Gastronomiebetrieb wurde ebenfalls im Jahr 2007
zum Gästehaus der ATON und EDAG umfunktioniert.